Preaching, Accusation, Guilt and Denial: Learning from Ignaz Semmelweis for Climate Communication

Climate preaching, calling on consumers to voluntarily and individually protect the climate, induces a feeling of guilt which elicits climate denial and the observed reluctance to communicate the problem —climate silence. It is argued that climate preaching is therefore overall detrimental. The implicit induction of guilt and its rejection is a major reason for the difficulties to communicate on climate change. The argument is exemplified by the story of Ignaz Semmelweis, the pioneer of evidence based medicine who was born exactly two hundred years ago.


There is not much good but nothing wrong about living an ecological lifestyle to mitigate climate change. However, there is a lot bad about advertising it.

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Gletscherschutzinitiative: Klimaschutz per Hüftschuss?

Die Idee für eine Klimainitiative ist kurz nach Paris aufgetaucht, heute wurde der Plan erstmals an die Öffentlichkeit gebracht. Sie sei «brandgefährlich», heisst es bereits bei Economiesuisse. Die Leute haben für einmal recht, aber anders herum. Brandgefährlich ist die Gletscher-Initiative nicht für die Industrie in der Schweiz, sondern für den Klimaschutz. Gletscherschutzinitiative: Klimaschutz per Hüftschuss? weiterlesen

The Day after Yesterday. What the Paris climate conference agreed on.

Any news that’s two days old will sure be ignored. You would therefore expect everybody in that press room to have been busy spreading the news, even more so when their peers were all reporting from a „historic“ event. Not this time, though: Just then, the media granted itself a little pause to applaud, a peer recorded. „Joy without end“, one of them reported from the final moments of the conference. Its participants hugged one another. Many had tears in their eyes. Germany’s minster for the environment immediately made a statement — tears of joy in her eyes, too — about the „historic moment“. Barack Obama was pleased, too. „This is huge: Almost every country in the world just signed on to the #ParisAgreement on climate change—thanks to American leadership“, he tweeted. Will future generations be happy with the outcome of the Paris agreement? Would the non-human living nature have a reason to celebrate? There is reason for doubt. The Day after Yesterday. What the Paris climate conference agreed on. weiterlesen

Retropower.ch ist online

Die Bündner Stimmbürger haben heute in einer zweiten und letzten Abstimmung die Anti-Kohle Initiative mit 81% Ja-Stimmen gutgeheissen. Ein Investitionsverbot in Kohlekraftwerke durch Unternehmen, an denen der Kanton beteiligt ist, wird nun in der Verfassung verankert. Die Entscheidung fiel deutlich aus, obschon Repower als Folge der ersten Abstimmung 2013 bereits versprach, nicht in Kohlekraftwerke zu investieren. Das Energieunternehmen, ist mehrheitlich im Besitz des Kantons. Es wird bis zum Ende dieses Jahres aus dem Projekt in Kalabrien auszusteigen. In Saline Joniche, ganz im Süden der italienichen Halbinsel, projektiert Repowers Tochterfirma SEI S.p.A ein Steinkohlekraftwerk mit 1,3 Gigawatt Produktionskapazität.

Mit dem Ergebnis des Urnengangs sind jedoch die Probleme mit Repower weder in Italien noch in der Schweiz gelöst. Die ehemalige Rätia Energie wendet bei der Projektentwicklung des Kohlekraftwerks in Kalabrien immer wieder zweifelhafte Methoden an. Repower bleibt das Enfant Terrible der Schweizer Energiebranche. Geschäftsleitung und Verwaltungsrat profilieren sich mit ihrer Ablehnung des Zubaus neuer erneuerbarer Energieanlagen. Das ehemalige Musterunternehmen wird in ihrer unzeitgemässen Haltung zuverlässig von der Bündner Regierung unterstützt — obschon sich der Bergkanton damit selbst schadet.

Mit der heutigen Abstimmung endet eine lange Phase der Zurückhaltung derjenigen Klimaschützer, die den Widerstand in Graubünden gegen die Repower-Kohlekraftwerke reanimierten. Retropower.ch ging heute mit der Schliessung der Wahlurnen online. Die Website wird weiter ausgebaut werden, um über das vielfältige Fehlverhalten der Schweizer Strombranche und speziell des Graubündner Energieunternehmens Repower zu berichten.

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  • Titelbild: Bündner Anti-Kohle Initiative: endgültig angenommen. Repower-Problem: weiter ungelöst. Retropower.ch ist online.

Klima-Lenkungsabgabe in die Verfassung!

Der Bundesrat schlägt ein Klima- und Energielenkungssystem vor und will es in der Verfassung verankern. Die Frist zur Einreichung von Antworten auf die entsprechende Vernehmlassung ist der 12. Juni 2015. Da der Vorstoss vom Bundesrat ausgeht, ist die Chance auf Umsetzung intakt. Dieser Beitrag beurteilt das politische Umfeld und stellt eine konkrete Antwort auf die Vernehmlassung vor. Klima-Lenkungsabgabe in die Verfassung! weiterlesen

Leugnen von Fehlverhalten. Die zweifelhaften Methoden der Bündner Repower — Teil 2

An der Generalversammlung der Repower 2015 wurde die Manipulation der Medien und der Generalversammlung bekannt gemacht, die im Vorjahr stattgefunden hatte. Verschiedene Medien Graubündens berichteten — ohne jedoch den genauen Ablauf der Vorfälle zu beschreiben. Die von den Medien festgehaltenen Erklärungen der Verwaltungsräte Eduard Rikli und Martin Schmid sowie von Regierungsrat Cavigelli zeigen, wie sehr sich das Bündner Energieunternehmen weiterhin den Realitäten verschliesst. Die obersten Verantwortlichen der Repower leugneten die Manipulation. Auch die Verstrickung des Unternehmens mit der Mafia in Kalabrien wird weiterhin konsequent geleugnet. Leugnen von Fehlverhalten. Die zweifelhaften Methoden der Bündner Repower — Teil 2 weiterlesen

Lügen und verleumden. Die zweifelhaften Methoden der Bündner Repower — Teil 1

Das Bündner Energieunternehmen Repower manipulierte die Generalversammlung und desinformierte die Medien. Dies wurde anlässlich der Generalversammlung von heute (29. April 2015) bekannt. Für Repower ist es nicht das erste Vorkommnis zweifelhafter Art und ereignete sich trotz einer früheren Mahnung des damaligen Bündner Regierungsrats und heutigen Ständrats Martin Schmid, Praktiken wie Desinformation könnten nicht geduldet werden. Schmid vertritt seit 2008 den Kanton im leitenden Gremium des Verwaltungsrats der Repower. Das Fehlverhalten fand an der Generalversammlung des Vorjahrs statt und erfolgte durch Kaderleute des Bündner Energiekonzerns. Ihr Vorgehen könnte rechtliche Konsequenzen haben. Lügen und verleumden. Die zweifelhaften Methoden der Bündner Repower — Teil 1 weiterlesen

Repower-Kohlekraftwerk: Die umstrittenen Vergleiche der Millionenklage

Im April letzten Jahres (2014) verklagte der Repower Italien Chef Fabio Bocchiola im Namen der Tochtergesellschaft SEI vier Gegner des in Kalabrien geplanten Kohlekraftwerks auf 4 Millionen Euro Schadenersatz. Die Klage wirft Fragen auf, die in diesem Übersichtsartikel behandelt sind.
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Repower-Kohlekraftwerk: Ursachen und Hintergründe der Millionenklage

Im April letzten Jahres (2014) verklagte die Bündner Repower vier Gegner ihres geplanten Kohlekraftwerks in Kalabrien auf 4 Millionen Euro Schadenersatz. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen und Hintergründe der Klage.
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Repower-Kohlekraftwerk: ein Projekt von Zockern

Repower richtet der Geschäftleitung erhebliche variable Vergütungen aus. Das sechsköpfige Gremium kassiert jährlich bis zu fast einer Million Franken an Boni. Gemäss Repower Verwaltungsratspräsident Eduard Rikli sind „qualitative Zielsetzungen“ bei der Festlegung der Bonuszahlungen mitbestimmend. Es muss mit guten Grund davon ausgegangen werden, dass Teile der Geschäftsleitung persönlich profitieren, wenn die Baubewilligung für das von Repower in Saline Joniche geplante Kohlekraftwerk gesprochen wird. Die Aussicht auf persönliche Bereicherungen könnte bei der immer noch mit grossem Engagement, hohen Kosten und erheblichen Risiken vorangetriebenen Projektentwicklung in Saline Joniche eine Rolle spielen. Repower-Kohlekraftwerk: ein Projekt von Zockern weiterlesen

Gericht stoppt Repower-Kohlekraftwerk in Italien

Das Verwaltungsgericht in Rom hat am Freitag, 27. Februar 2015, den Bewilligungsprozess des von Repower in Kalabrien geplanten Kohlekraftwerks zum Stillstand gebracht. Nationale und regionale Umweltorganisationen, die Region Kalabrien und verschiedene Gemeinden haben erfolgreich gegen die Verfügungen eingesprochen, welche die Bewilligung des Kohlekraftwerks unterstützten. Dies könnte nach rund zehn Jahren Planung das Ende des Kraftwerks bedeuten, das die ehemalige Rätia Energie in Saline Joniche, an der Südspitze des italienischen Festlands bauen wollte. Sollte das Bündner Unternehmen sein umstrittenes Bauvorhaben trotz dieses Rückschlags weiterverfolgen, lassen sich daraus interessante Folgerungen ableiten. Gericht stoppt Repower-Kohlekraftwerk in Italien weiterlesen

Chinas Kohleverbrauch im 2014 rückläufig

Was aufgrund der monatlichen Zahlen zu erwarten gewesen war, wird nun für das Jahr 2014 bestätigt: Die Kohleförderung in China ging zurück. Auch die chinesischen Kohleimporte waren im letzten Jahr rückläufig. Deshalb beziffert das US-basierte Institut für Energiewirtschaft und Finanzanalyse den Rückgang des Kohleverbrauchs in China von 2013 auf 2014 mit etwa 2,3 Prozent.
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Kohlekraftwerk-Kauf der Genfer «Edelweiss» in Slowenien geplatzt

Kraftwerk in Trbovlje wird nicht erneuert, sondern stillgelegt

Die Genfer Edelweiss Investment SA wollte in Slowenien ein altes Braunkohlekraftwerk erwerben und erneuern. Die Transaktion ist gescheitert. Das Kraftwerk, es verfügt über den höchsten Kamin in der EU, wird nun stillgelegt. Direktorin der Edelweiss-Aktiengesellschaften ist Christine Moulin Borcard, sie ist auch Vizepräsidentin der Raiffeisenbank West in Genf. Gemäss übereinstimmenden Medienberichten besitzt der russische Milliardär Oleg Burlakov die Edelweiss. Kohlekraftwerk-Kauf der Genfer «Edelweiss» in Slowenien geplatzt weiterlesen

Alstom in Slowenien der illegalen Bereicherung beschuldigt

Wegen eines neuen 600 Megawatt Braunkohlekraftwerks in Šoštanj ist der Hauptlieferant Alstom, dessen Kraftwerkssparte in Baden zu Hause ist, mit dem Vorwurf konfrontiert, sich „illegale Gewinne“ von 284 Millionen Euro verschafft zu haben. Während Alstom den Neubau in Slowenien probehalber in Betrieb nimmt, spitzen sich die Vorwürfe wegen einer Untersuchung zu, an der auch Schweizer Behörden beteiligt waren. Kürzlich wurde gegen 10 Personen Anklage erhoben. Alstom ist wegen Korruption in verschiedenen Ländern auf allen Kontinenten mit Vorwürfen, Untersuchungen, Verurteilungen oder Ausschlüssen belastet. Der Fall in Sostanj könnte alle der vielen Korruptionsprobleme des Konzerns in den Schatten stellen, einschliesslich die gerade erst bekannt gewordene Vergleichszahlung von 700 Millionen US-Dollar in den USA.

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Kommentar über «knappe Ressourcen»

Immer mehr setzt sich die bezüglich Klimaschutz vielleicht wichtigste Erkenntnis durch: Es gibt sehr viel mehr Kohle, Gas und Erdöl, als das Klima verkraftet. Diese Erkenntnis ist die Grundlage der Carbon Bubble Hypothese und damit der Ausgangspunkt der Divestment-Kampagne, die primär den grössten Firmen des fossilen Energiesektors Finanzen entziehen will. Trotz sinkender Preise für Kohle, Öl und Gas ist der Peak-Hype noch nicht vorbei. Im folgenden Kommentar wird kurz erläutert, dass es sehr viel mehr fossile Energieträger gibt, als das Klima verkraftet. Anschliessend wird eine Hypothese erhoben, an welchem Thema in der Schweiz gearbeitet werden könnte, um das Klima international und „ressourcenschonend“ zu schützen. Dieser Artikel ist durch einen Blog-Beitrag einer anderen Website motiviert worden.
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Erdaufgang

„There is the earth coming up …

In Erwartung, dass die Website des Klimaateliers abhebt und den Start überlebt, gibt es hier schon ein Bild der Erde, «Earthrise revisited». Grundlage des Bildes ist die erste von Menschen gemachte Foto der Erde aus grosser Distanz. Die Crew von Apollo 8, die zuerst zum Mond flog, schoss sie am 24. Dezember 1968 in schwarz/weiss. Die Kolorierung und Publikation als Farbfoto erfolgte erst 2013, also 45 Jahre später.

 

«Earthrise», Bill Anders, Apollo 8, aufgenommen am Vorweihnachtstag 1968, bei der 4. Umrundung des Erdsatellits anlässlich der ersten Reise von Menschen zum Mond.
Die originale «Earthrise», aufgenommen von Bill Anders, Apollo 8,  am Vorweihnachtstag 1968.

Bei der 4. Umrundung des Monds stand das Raumfahrzeug so, dass Astronaut Bill Anders die Erde hinter dem Horizont des Mondes aufgehen sah. Er machte die anderen Astronauten darauf aufmerksam.  („Oh my God! Look at that picture over there! There’s the Earth coming up. Wow, is that pretty.“) In ziemlicher Aufregung wechselten die Astronauten nach der ersten Aufnahme in schwarz/weiss den Film, um rechtzeitig auch noch Farbilder der Erde über der Mondoberfläche zu schiessen. In der Foto, die als «Earthrise» bekannt wurde, steht die Erde darum höher über der Mondoberfläche als im ersten Bild. Die Bilder wurde nach der Rückkehr der Raumfahrer entwickelt und «Earthrise» wurde von der NASA sofort freigegeben. Die Publikation des «Erdaufgangs» in fast allen wichtigen Zeitungen hat bei vielen Betrachtern einen starken Eindruck hinterlassen.

… is that pretty“

Mit «Earthrise» hat uns das Mondlandeprogramm im wahrsten Sinne des Wortes ein neues Welbild geliefert, die Antwort auf die Frage nach dem Wo bildlich übermittelt: Wir leben auf einer kleinen blauen Kugel — in einem sonst lebensfeinlichen All. Die Erde ermöglicht extrem komplexen Lebewesen das Dasein — einschliesslich solchen, die es schaffen, den Mond zu erreichen. «Earthrise» hat die Haltung mancher Menschen bezüglich des Umgangs mit dem blauen Planet beinflusst. Dieser Earthrise-Effekt war vorhergesagt worden. Nun geht es darum, der Erde und seien Lebewesen — den komplexen und den einfacheren — eine neue und langfristige Perspektive zu geben, die zur neuen (welt)bildlichen Perspektive passt, die uns Apollo 8 mit «Earthrise» verschaffte.

Der Historiker Fred Spier schrieb ein lesenswertes Essay („The elusisve Apollo 8 eartrise photo“) über die Entstehung und Verbreitung von «Earthrise» .  Die NASA berichtete ausführlich über die Kreation von «Earthrise revisited».